Der Wärmeinhalt der Meere ist ein Schlüsselindikator für den Klimawandel

Die Ozeane nehmen rund 90 % der überschüssigen Wärme auf, die durch den menschengemachten Treibhauseffekt entsteht. In der Atmosphäre verbleibt nur ein kleiner Teil dieser zusätzlichen Energie. Gleichzeitig beschleunigt sich die Erwärmung der Ozeane.

Die Meere sind der grösste Wärmespeicher der Erde. Sie wirken als Klimapuffer und verlangsamen die Erwärmung der Atmosphäre. Die Wärme wird von der Oberfläche in tiefere Wasserschichten transportiert und dort über sehr lange Zeiträume gespeichert.
Der sogenannte Ocean Heat Content (OHC), also der Wärmeinhalt der Ozeane, zeigt besonders zuverlässig, wie viel zusätzliche Energie sich im Klimasystem der Erde angesammelt hat.
Folgen der Ozeanerwärmung
- Steigender MeeresspiegelKüstenregionen und Inselstaaten spüren die Auswirkungen bereits heute.
- Mehr marine HitzewellenSeit 1982 hat sich ihre Anzahl etwa verdoppelt. Viele Meeresökosysteme geraten dadurch unter Druck.
- Sauerstoffmangel und VersauerungDer Sauerstoffgehalt der Ozeane nimmt ab und der pH sinkt. Dies belastet zahlreiche Meereslebewesen, z.B Korallen.
- Auswirkungen auf Wetter und KlimaWärmere Meeresoberflächen liefern zusätzliche Energie für Starkniederschläge, Stürme, Hurrikane und tropische Wirbelstürme.
Quelle:https://marine.copernicus.eu/de/ocean-climate-portal/ocean-heat-content



